Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2025

Preisträgerinnen des Brückenpreises Rheinland-Pfalz 2024

RHEINPFALZ Redaktion, 29. November 2024 - 17:35 Uhr
Die „Omas gegen Rechts“ aus Neustadt werden mit dem Brückenpreis 2024 in der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement gegen soziale Benachteiligung, Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung“ ausgezeichnet. Der Brückenpreis „Engagement leben, Brücken bauen, Integration stärken“ wird verliehen vom Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer. Er würdigt damit Projekte, Initiativen und Vereine, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen. Zu der Auszeichnung gehören ein Pokal, ein Preisgeld von 1000 Euro sowie ein Film.

Die OMAS GEGEN RECHTS Neustadt/Weinstraße sind für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises 2025 nominiert. Bis zum 26. Oktober konnte die Öffentlichkeit online darüber abstimmen, welche der 390 Initiativen ausgezeichnet werden sollen. Wir landeten bundesweit auf den 20. Platz. Ein respektables Ergebnis - meinen wir. Allen ein herzliches Dankeschön für die abgegebene Stimme. 

Übergabe der Klimabändchen an die Beigeordnete Johanna Kunzendorff  2026

Ein Park für den Wernigeröder Platz

Zum Beginn des Hertie-Abrisses fordern die OMAS GEGEN RECHTS Neustadt/Weinstraße, den angrenzenden Wernigeröder Platz rasch als Stadtpark zu gestalten, so wie es der Partnerstadt gebührt.

 

Am Montag, 12. Oktober, hat der Abriss der Hertie-Ruine begonnen. Darauf haben viele Neustadterinnen und Neustadter über 15 Jahre gewartet. Nach dem Abriss soll auf der freiwerdenden Fläche zunächst ein Parkplatz entstehen. Erst danach soll die Debatte über die langfristige Nachnutzung des Areals beginnen. Diese Debatte sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die OMAS GEGEN RECHTS Neustadt/Weinstraße hoffen und fordern, dass der direkt an das Hertie-Areal angrenzende Wernigeröder Platz zügig als Stadtpark gestaltet wird, und zwar unabhängig von der Debatte über die Nachnutzung des Hertie-Geländes. Langfristig könnte der Park dann um die Fläche des heutigen Hertie-Areals erweitert werden.

 

Ein Platz, der den Namen der Partnerstadt trägt

Der Wernigeröder Platz trägt den Namen der Partnerstadt Wernigerode. Dass ausgerechnet dieser Platz seit über 15 Jahren im Schatten einer Ruine liegt und heruntergekommen wirkt, ist beschämend. Partnerschaften leben von Respekt und Wertschätzung. Ein Platz, der den Namen einer befreundeten Stadt trägt, sollte ein Ort sein, auf den man stolz sein kann und an dem Gäste aus Wernigerode gerne empfangen werden.

 

Die OMAS GEGEN RECHTS regen deshalb an, die Städtepartnerschaft in der Gestaltung sichtbar zu machen:

  • ein Baum aus Wernigerode oder ein gemeinsam ausgewählter „Partnerschaftsbaum“
  • eine Tafel oder ein Wegweiser, der die Geschichte der Partnerschaft erzählt
  • eine gemeinsame Pflanzaktion von Neustadter Bürgerinnen und Bürgern mit Gästen aus Wernigerode
  • Staudenbeete oder Pflanzungen, die an beide Städte erinnern

So wird aus dem Platz ein lebendiges Zeichen der Freundschaft zwischen beiden Städten. Der Abriss der Ruine schafft Raum, die Gestaltung des Wernigeröder Platzes als einladender Stadtpark ist der Schritt, der jetzt folgen sollte.

 

Warum ein Stadtpark?

Die Sommer werden heißer, und versiegelte Plätze im Stadtzentrum heizen sich stark auf. Ein begrünter Platz mit Bäumen, Stauden und Rasenflächen spendet Schatten, kühlt die Umgebung, nimmt Regenwasser auf und fördert die Artenvielfalt. Er bietet Aufenthaltsqualität für alle Generationen, für Familien mit Kindern, für Ältere, für Besucherinnen und Besucher der Stadt und für die Gastronomie und den Einzelhandel in der Nachbarschaft. Ein solcher Ort stärkt das Miteinander und ist ein Gewinn für die ganze Innenstadt.

 

Die Vision der KlimaOMAS

Die KlimaOMAS der OMAS GEGEN RECHTS Neustadt/Weinstraße haben sich bereits Gedanken gemacht, wie ein solcher grüner Schattenplatz aussehen könnte. Mithilfe einer KI-Gestaltung haben sie ihre Vorstellung sichtbar gemacht. Sie zeigt:

  • großzügige Baumpflanzungen für Schatten und besseres Stadtklima
  • Staudenbeete und Gräser, die Insekten Nahrung bieten
  • wasserdurchlässige Wege und Beläge aus Rasengittersteinen und Kies
  • Sitzbänke und Sitzgruppen zum Verweilen
  • Raum für Außengastronomie am Rand des Platzes
  • Fahrradstellplätze für klimafreundliche Mobilität

Die Darstellung ist eine KI-generierte Visualisierung und kein fertiger Planungsentwurf. Sie soll Lust machen auf das, was möglich ist, und die Diskussion anregen.

 

Der Appell der KlimaOMAS

„Der Wernigeröder Platz kann schon jetzt zu einem Ort werden, an dem Menschen sich gerne treffen, der die Stadt auch in heißen Sommern lebenswert hält und der der Partnerstadt Wernigerode würdig ist. Dafür muss man nicht auf die Entscheidung über das Hertie-Areal warten. Warum nicht gemeinsam mit Gästen aus Wernigerode den ersten Baum pflanzen?“, so die KlimaOMAS.

 

Die OMAS GEGEN RECHTS fordern Oberbürgermeister, Stadtrat und Verwaltung auf, die Entwicklung des Wernigeröder Platzes zu einem Stadtpark frühzeitig und offen zu diskutieren. Gewünscht ist dabei eine echte Beteiligung der Neustadter Bürgerinnen und Bürger, von Vereinen und Initiativen, von Fachleuten sowie derjenigen, die sich für die Städtepartnerschaft mit Wernigerode engagieren. Die OMAS GEGEN RECHTS Neustadt/Weinstraße bringen ihre Ideen gerne in diesen Prozess ein.

 

Bilder: Wernigeröder Platz heute (links) und die KI-generierte Vision der KlimaOMAS (rechts)

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